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Pressemitteilungen
DOKUMENTNUMMER: PRN003877

Neues Rekordhoch zum Jahreswechsel

BU: Besprechen den Wirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-Franken für das vierte Quartal 2017; IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring und Dr. Helmut Kessler, stellvertretender Hauptgeschäftsführer. Foto: Matthias Marquart, IHKWirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-Franken für das 4. Quartal 2017

Die regionalen Unternehmen zeigen sich zum vierten Mal in Folge zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage als im Vorquartal. Die Lageurteile erreichen einen neuerlichen Höchstwert. Die Industrie und der Bausektor melden neue Bestmarken bei der Lageeinschätzung. Im Großhandel bewerteten die befragten Betriebe ihre momentane Geschäftslage wieder spürbar positiver als im Vorquartal, während im Einzelhandel und im Dienstleistungssektor die Lageurteile auf hohem Niveau geringfügig nachgegeben haben.
Der Blick auf die kommenden Monate bleibt insgesamt optimistisch.

Die regionale Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem kräftigen Aufschwung. 61 Prozent (Vorquartal 60 Prozent) der Betriebe bezeichnen die aktuelle Lage als gut, während 3 Prozent (Vorquartal 4 Prozent) der Unternehmen mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind.

Der Blick auf die kommenden zwölf Monate ist nach wie vor von Zuversicht geprägt. Die Geschäftserwartungen sind per saldo beinahe genauso optimistisch wie im Vorquartal. Während 34 Prozent (Vorquartal 33 Prozent) der Betriebe mit einem günstigeren Geschäftsverlauf rechnen, blicken nur 7 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) skeptisch in die Zukunft.
 
Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken: „Die Voraussetzungen für eine gute konjunkturelle Entwicklung in 2018 sind hervorragend.  Der momentane wirtschaftliche Aufschwung wird von einer breiten binnen- und außenwirtschaftlichen Basis getragen und gibt Rückenwind für das laufende Jahr. Diesen sollte eine neue Bundesregierung nutzen, um die strukturellen Voraussetzungen für eine gute wirtschaftliche Entwicklung in der Zukunft zu schaffen. Notwendig sind vor allem mehr Investitionen in Bildung und Infrastruktur - analog wie digital -, weniger Bürokratie und eine Steuerpolitik, die weitere Belastungen für die Unternehmen vermeidet und den weltweiten Entwicklungen Rechnung trägt.“

Industrie mit neuer Bestmarke
Die Industrie bewertet ihre momentane Situation herausragend positiv. 74 Prozent (Vorquartal 70 Prozent) der Unternehmen bezeichnen den Geschäftsverlauf als gut, während wie im Vorquartal nur ein Prozent der Betriebe mit der aktuellen Geschäftslage unzufrieden ist.
Auch die Zahl der ausländischen Auftragseingänge ist erneut gestiegen. 47 Prozent (Vorquartal 43 Prozent) der Betriebe konnten einen Zuwachs realisieren. 7 Prozent (Vorquartal 8 Prozent) mussten dagegen rückläufige ausländische Auftragseingänge hinnehmen. Die Zahl der inländischen Auftragseingänge hat sich ähnlich gut wie im Vorquartal entwickelt. 44 Prozent (Vorquartal 45 Prozent) berichten über einen Anstieg bei den Inlandsorders, während wie im Vorquartal ein Zehntel der Industrieunternehmen Einbußen hinnehmen musste.

Trotz der schon sehr guten Lageurteile gehen die Industrieunternehmen mehrheitlich davon aus, dass die Geschäfte im weiteren Jahresverlauf noch besser laufen werden. Während 45 Prozent (Vorquartal 40 Prozent) mit einer günstigeren Geschäftsentwicklung rechnen, gehen lediglich 3 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) von einem schlechteren Verlauf aus. 59 Prozent (Vorquartal 55 Prozent) kalkulieren mit steigenden Umsätzen, 4 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) befürchten Umsatzeinbußen. Bei den Exporten ist eine anhaltende Expansion zu erwarten. 46 Prozent (Vorquartal 47 Prozent) kalkulieren mit steigenden Exporten, während 4 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) mit schlechteren Auslands geschäften rechnen. Die Investitionsabsichten sind auf ein Zehnjahreshoch gestiegen. 47 Prozent (Vorquartal 41 Prozent) planen mit steigenden Inlandsinvestitionen.

Dienstleistungsgewerbe gibt leicht nach
Die regionalen Dienstleister schätzen ihre konjunkturelle Situation per saldo auf hohem Niveau etwas ungünstiger als im Vorquartal ein. 46 Prozent (Vorquartal 50 Prozent) der Betriebe melden eine gute Geschäftslage, während 7 Prozent (Vorquartal 8 Prozent) mit dem aktuellen Geschäftsverlauf unzufrieden sind. In der Informationswirtschaft und im Bereich Verkehr laufen die Geschäfte besonders gut. Dagegen beurteilen die Beratungsdienstleister, die Werbewirtschaft und der Bereich Reisevermittlung ihre Lage weniger positiv. Bei den Auftragseingängen ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Nur noch 21 Prozent (Vorquartal 48 Prozent) der Betriebe verbuchten steigende Auftragsvolumina und 12 Prozent (Vorquartal 14 Prozent) vermelden einen Rückgang.

Die Geschäftserwartungen fallen zurückhaltender als im Vorquartal aus. 26 Prozent (Vorquartal 30 Prozent) rechnen mit einer günstigeren Entwicklung, 12 Prozent (Vorquartal 6 Prozent) blicken skeptisch in die Zukunft.

Baugewerbe auf neuem Höchststand
85 Prozent (Vorquartal 81 Prozent) der Betriebe bezeichnen die Geschäftslage als gut, während noch immer kein Bauunter nehmen mit dem aktuellen Geschäftsverlauf unzufrieden ist.

Insgesamt haben sich die Auftragseingänge per saldo gegenüber dem Vorquartal kaum geändert. 16 Prozent (Vorquartal 25 Prozent) melden steigende Auftragseingänge, während kein Unternehmen (Vorquartal 8 Prozent) von einem Rückgang berichtet. In den einzelnen Teilbereichen steht jedoch eine Verbesserung der Auftragseingänge im öffentlichen und im gewerblichen Hochbau einer Abschwächung im Wohnungsbau und im Straßen– und Tiefbau gegenüber.

Angesichts der hervorragenden Baukonjunktur ist es nicht verwunderlich, dass die Geschäftserwartungen nun nachgelassen haben. 15 Prozent (Vorquartal 27 Prozent) der Betriebe erwarten einen günstigeren Geschäftsverlauf in den nächsten zwölf Monaten. 5 Prozent (Vorquartal 0 Prozent) rechnen mit einer schlechteren Geschäftsentwicklung. Als größte Geschäftsrisiken werden der Fachkräftemangel und die Energie– und Rohstoffpreise genannt.

Großhandel verbessert sich
Im Großhandel ist die Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage auf hohem Niveau wieder gestiegen. 60 Prozent der heimischen Großhändler sprechen von einem guten Geschäftsverlauf (Vorquartal 54 Prozent) und 5 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) äußern sich unzufrieden. Die Unternehmen des produktionsverbindenden Großhandels beurteilen dabei die aktuelle Lage spürbar positiver als jene des konsumnahen Großhandels.

Die Zahl der Bestellungen ist gegenüber dem Vorquartal per saldo gestiegen. 38 Prozent (Vorquartal 31 Prozent) melden steigende Bestellungen, während 9 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) von einer Verringerung berichten.

Hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung sind die Unternehmen wieder optimistischer. 43 Prozent (Vorquartal 36 Prozent) der Großhändler rechnen mit einer günstigeren Entwicklung, 9 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) schätzen den weiteren Geschäftsverlauf pessimistisch ein. 38 Prozent planen mit steigenden Inlandsinvestitionen.

Einzelhandel gibt leicht nach
Im Vergleich zum 3. Quartal 2017 wird die Lage bei den regionalen Einzelhändlern auf hohem Niveau etwas weniger positiv bewertet. 34 Prozent (Vorquartal 40 Prozent) der Betriebe sprechen von einem guten Geschäftsverlauf, während 7 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) die aktuelle Lage als schlecht bezeichnen.

Die Einschätzung des Kaufverhaltens der Kunden hat sich gegenüber dem Vorquartal kaum verändert. 84 Prozent (Vorquartal 85 Prozent) bezeichnen das Kaufverhalten der Kunden als kauffreudig oder saisonüblich.

Die Geschäftsaussichten des Einzelhandels für die kommenden zwölf Monate haben sich deutlich aufgehellt. Ein Viertel der Betriebe (Vorquartal 15 Prozent) rechnet mit einem günstigen Geschäftsverlauf, nur 5 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) gehen von einer ungünstigeren Entwicklung aus. Als größte Geschäftsrisiken werden die Inlandsnachfrage, der Fachkräftemangel, die Arbeitskosten und der Online-Handel genannt.

Arbeitsmarktentwicklung weiterhin expansiv
Wie im Vorquartal planen 31 Prozent der Unternehmen die Schaffung neuer Arbeitsplätze bzw. nur 8 Prozent einen Personalabbau. Die meisten Neueinstellungen planen der Großhandel (45 Prozent) und die Industrie (40 Prozent).
Eine zentrale Herausforderung bleibt der Fachkräftemangel. Mittlerweile sehen 69 Prozent (Vorquartal 63 Prozent) der Unternehmen im Fachkräftemangel ein Risiko für die eigene Geschäftstätigkeit. Das sind so viele wie nie zuvor.

An der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken haben 438 Unternehmen mit insgesamt 89.400 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk teilgenommen.

Ihr Ansprechpartner
Dr. Detlef Schulz-Kuhnt
Dr. Detlef Schulz-KuhntMitglied der Geschäftsleitung | Leiter Kommunikation, Informationstechnologie, Facility Management | Pressesprecher
Tel.: 07131 9677-106Fax: 07131 9677-117detlef.schulz-kuhnt@heilbronn.ihk.de
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