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Pressemitteilungen
DOKUMENTNUMMER: PRN003369

Allianz für Aus- und Weiterbildung nimmt Arbeit auf

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung für die Region Heilbronn-Franken nimmt ihre Arbeit auf (von links): Katharina Fichtner (IHK Heilbronn-Franken), Dietmar Niedziella (IHK Heilbronn-Franken), Jürgen Czupalla (Agentur für Arbeit Heilbronn), Hans-Peter Schmidt (Agentur für Arbeit Heilbronn), Kerstin Lüchtenborg (Handwerkskammer Heilbronn-Franken), Stefan Gutfreund (Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim), Elke Döring (IHK Heilbronn-Franken), Wolfgang Seibold (Staatliches Schulamt Heilbronn), Silke Ortwein (DGB Region Nordwürttemberg), Bruno Troßbach (Wilhelm-Maybach-Schule Heilbronn), Wilhelm Ehrenfried (Kaufmännische Schule Bad Mergentheim). Bild: IHKNeue Inhalte

Um die berufliche Bildung zu stärken, haben sich Vertreter der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Schulämter und beruflichen Schulen sowie der Agenturen für Arbeit am 21. April 2015 im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) gemeinsam auf eine neue Allianz für Aus- und Weiterbildung für die Region Heilbronn-Franken geeinigt. Damit löst diese den zuletzt bis 2014 verlängerten regionalen Ausbildungspakt ab. Grund dafür ist der Beschluss zur Bildung einer neuen nationalen Allianz für Aus- und Weiterbildung auf Bundesebene durch die Bundesregierung, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Bundesagentur für Arbeit Ende des Jahres 2014.

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung Heilbronn-Franken ist ein freiwilliger Zusammenschluss aller relevanten regionalen Partner, die sich die Verbesserung der Situation am Ausbildungsmarkt zum Ziel gesetzt haben. Dabei liegt der Schwerpunkt diesmal auf der Optimierung der qualitativen Rahmenbedingungen.
Vier strategische Handlungsfelder bilden den Rahmen für zielgerichtete Maßnahmen, die den Veränderungen am Ausbildungsmarkt gerecht werden sollen. Die Handlungsfelder umfassen eine systematische und optimierte Berufsorientierung, das Ausschöpfen und Stärken aller Ausbildungspotenziale, einen effektiven und transparenten Übergang von der Schule in den Beruf sowie eine gesteigerte Attraktivität betrieblicher Ausbildung. Innerhalb der Ausbildungskonferenz, dem Strategiegremium der Allianz für Aus- und Weiterbildung Heilbronn-Franken, werden die einzelnen Handlungsfelder von jeweils einem Allianzpartner federführend verantwortet. Dabei verteilt sich die Federführung in den vier Handlungsfeldern wie folgt:

1) Systematische Berufsorientierung - staatliches Schulamt Heilbronn
2) Potenziale stärken und ausschöpfen - IHK Heilbronn-Franken
3) Übergang von der Schule in den Beruf effektiver und transparenter gestalten - Agentur für Arbeit
4) Attraktivität der betrieblichen Ausbildung erhöhen - Handwerkskammer Heilbronn-Franken

Zwar hat sich die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse in der Region in den letzten zehn Jahren um 12 Prozent auf 6 425 im Jahr 2014 erhöht. Auch konnte seit 2004 allen jungen Menschen ein Qualifizierungsangebot unterbreitet werden und der Ausbildungspakt somit seine Ziele erfüllen. Jedoch haben sich die Herausforderungen am Ausbildungsmarkt verändert. So beklagen immer mehr Betriebe Schwierigkeiten bei der Besetzung freier Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern.

Laut Ausbildungsmarktbericht der Agenturen für Arbeit waren im Berichtsjahr 2013/2014 in der Region Heilbronn-Franken 6 184 Bewerber für eine duale Ausbildung und 7 571 Ausbildungsstellen gemeldet. Insgesamt 469 Ausbildungsplätze blieben unbesetzt. Dem standen gleichzeitig 45 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, von denen viele weiterhin Unterstützungsbedarf haben. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig und werden überwiegend auf eine Abnahme der Schulabgänger an allgemeinbildenden Schulen sowie den aktuellen Trend zur Höherqualifizierung zurückgeführt. Zudem erfordern auch mangelnde Ausbildungsreife und eine unzureichende Berufsorientierung unter Jugendlichen ein Umdenken in der strategischen Sicherung des regionalen Fachkräftenachwuchses. Es gilt also mehr denn je, Jugendliche und Ausbildungsbetriebe besser zusammenzubringen.
Mit der Neuausrichtung der Allianz für Aus- und Weiterbildung reagieren die regionalen Partner auf diese Veränderungen am Ausbildungsmarkt.

In der Ausbildungskonferenz werden die Partner im ersten Schritt Zielindikatoren definieren, um eine Messung von Arbeitsfortschritten in den Handlungsfeldern zu ermöglichen. Im zweiten Schritt werden konkrete Maßnahmen für die Erreichung der Ziele erarbeitet und umgesetzt.

Ihr Ansprechpartner
Dr. Detlef Schulz-Kuhnt
Dr. Detlef Schulz-KuhntMitglied der Geschäftsleitung | Leiter Kommunikation, Informationstechnologie, Facility Management | Pressesprecher
Tel.: 07131 9677-106Fax: 07131 9677-117detlef.schulz-kuhnt@heilbronn.ihk.de
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