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Fachinformationen Umweltrecht
DOKUMENTNUMMER: UEU007399

Umgang mit Konfliktrohstoffen

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat im August 2015 eine Studie zum Umgang von KMUs mit Konfliktrohstoffen veröffentlicht, die am Ende auch Best-Practice-Beispiele und Handlungsempfehlungen enthält. Die Studie finden Sie im Anhang (in englischer Sprache).

Wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass bei vielen KMUs der verarbeitenden Industrie, die in den nachgelagerten Wertschöpfungsstufen tätig sind, Unklarheiten bestehen, was die Anforderungen an die Transparenz von Lieferketten (etwa nach dem Dodd-Frank Act) angeht. Hinzu kommt, dass es für diese Unternehmen nur mit großem Aufwand möglich ist, vorgelagerte Lieferketten offenzulegen und damit die Herkunft der verwendeten Rohstoffe bzw. Hüttenwerke zu identifizieren. Personelle und finanzielle Ressourcen reichen dafür häufig nicht aus.

Best Practice-Beispiele aus der Studie für KMUs sind u. a.:

  • Datenmanagementsysteme einführen, die ermöglichen, dass man mögliche (kritische) Rohstoffe in eigenen Produkten identifizieren kann.
  • Verantwortliche Person(en) im Unternehmen benennen, die sich um das Thema kümmern.
  • Pro-aktives Vorgehen des Unternehmens beim Thema Konfliktrohstoffe (sich selbst informieren, Verbände kontaktieren, Lieferanten ansprechen usw.).
  • Angemessene Reaktion auf Anfragen zur Offenlegung: Anfragen sollten nicht unbeantwortet bleiben, auf nicht zu realisierende Anfragen sollten mit entsprechenden Hinweisen, dass bestimmte Informationen nicht beschafft werden können, reagiert werden.
  • Kontakt mit Kollegen und anderen Unternehmen zum Austausch über dieses Thema suchen.

Die Studie enthält am Ende auch Empfehlungen, wie andere Akteure (große Zuliefererunternehmen, Verbände, Regierungen, das OECD-Sekretariat) KMUs bei dem Thema Konfliktrohstoffe unterstützen können.

Hintergrund:

Die Ergebnisse der Studie beruhen auf einer Umfrage unter KMUs aus den Bereichen Automobil, Elektronik, Medizintechnik und Schmuckverarbeitung sowie auf Befragungen von Verbänden aus den USA, China und Europa. Im RS 841283 vom März 2015 hatten wir Sie auf die Umfrage aufmerksam gemacht. Auch der DIHK hat sich daran beteiligt.

Leider ist die Studie bisher nur auf Englisch veröffentlicht. Wir haben bei der BGR angeregt, zumindest die Best-Practice-Beispiele und Handlungsempfehlungen zu übersetzen.

Die Studie finden Sie in der Anlage bzw. hier.

Weitere dazu passende Dokumente / Downloads1461628_studie.pdfStudie (3 MB)
Ihr Ansprechpartner
Anabelle Plieninger
Anabelle PlieningerDiplom-GeologinReferentin Umwelt
Tel.: 07131 9677-307Fax: 07131 9677-309anabelle.plieninger@heilbronn.ihk.de
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