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Denkanstöße
DOKUMENTNUMMER: SPO004459

9. DENKANSTÖßE: Morgenstadt - Die Stadt der Zukunft

An den 9. Denkanstößen diskutierten Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und Erik Roßmeißl von der WITTENSTEIN AG die Leitfrage des Abends „Wie leben und arbeiten wir morgen?" und stellten mit der Morgenstadt-Initiative einen Lösungsansatz hierzu vor.

Im Rahmen der 9. Denkanstöße waren am 10. Januar 2013 Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Spath vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und Erik Roßmeißl von der WITTENSTEIN AG zu Gast im Heilbronner Haus der Wirtschaft. Über 250 Teilnehmer erhielten vielfältige Denkanstöße in Bezug auf die Stadt der Zukunft und einer urbanen Produktion hierin. Im Anschluss wurde die Frage „Wie leben und arbeiten wir in der Zukunft“ von den Referenten aktiv diskutiert.

Morgenstadt - Die Stadt der Zukunft
Seit 2007 leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Dieser weltweit zunehmende Urbanisierungsprozess bedeutet große Herausforderungen für die Städte wie z. B. der steigende Energieverbrauch, ein modernes innerstädtisches Mobilitätskonzept sowie der demografische Wandel.

An der Frage, welche Maßnahmen Städte ergreifen müssen um zukunftsfähig zu bleiben, forscht Prof. Spath, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). So stellte er mit der sogenannten Morgenstadt-Initiative einen Lösungsansatz für die Stadt der Zukunft vor. Unter der Morgenstadt wird dabei eine Stadt verstanden, die in all ihren Prozessen und Strukturen vollständig CO2-neutral, hochgradig energieeffizient, klimaangepasst und für alle Bewohner lebenswert ist. Um eine solche Stadt verwirklichen zu können, verfolgt er den Ansatz der Systemforschung. So arbeiten derzeit 15 Fraunhofer-Institute interdisziplinär zur Vorbereitung der Morgenstadt-Initiative zusammen.

Das Comeback der Stadtfabrik – Die urbane Produktion
Einen Blick in die Unternehmenspraxis warf daraufhin Erik Roßmeißl, kaufmännischer Leiter der WITTENSTEIN AG. Dass eine Produktion nicht unbedingt mit Lärm, Schmutz und starkem Verkehr verbunden sein muss, verdeutlicht das seit 2012 in Betrieb genommene Produktionsgebäude der WITTENSTEIN bastian GmbH in Fellbach bei Stuttgart.

Gemäß dem Leitgedanken einer urbanen Produktion, dem Arbeiten und Produzieren in der Stadt, befindet sich das Produktionsgebäude in Innenstadtnähe und direkter Nachbarschaft zu einer neu erbauten Passivhaussiedlung. Hier entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen Verzahnungstechnik. Die Gebäudetechnik und Maschinen sind dabei auf geringstmöglichen Ressourcenverbrauch und zugleich höchste Präzision ausgerichtet. Durch eine moderne, offene Architektur des Standortes fügt sich das Unternehmen harmonisch in die Wohnumgebung ein und selbst die Grünanlagen des Unternehmens dürfen von den Nachbarkindern mitgenutzt werden.

Heilbronn als Morgenstadt
Seit 2006 steigt auch in Heilbronn die Einwohnerzahl. Mit 124.700 Einwohnern erreicht die Stadt einen Höchststand. Die Themen der Morgenstadt gewinnen so auch in Heilbronn an Bedeutung. Darüber hinaus wurden mit der positiven Entscheidung für die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn die Weichen in Richtung Zukunft gesetzt. Hierbei geht es jedoch nicht nur um eine Demonstration gärtnerischen Könnens; darüberhinaus bietet die BUGA 2019 Heilbronn die Chance, Teile des Stadtgebiets um- und neuzugestalten. Auf diese Weise kommt der BUGA auch eine Bedeutung als Motor der Stadtentwicklung zu.

Eine Schlüsselfunktion kommt dabei dem so genannten Fruchtschuppen-Areal zwischen Altem Neckar und Neckarkanal zu, auf dem der BUGA-Park erblühen und ein neues Stadtquartier, der sogenannte Neckarbogen, entstehen soll. „Der Bau eines neuen Stadtquartiers auf der grünen Wiese bietet Heilbronn ungeahnte Potenziale. Hier könnten die Themen der Morgenstadt aufgegriffen werden und aus der Morgenstadt eine Heutestadt entstehen“, so Elke Schweig in Ihrer Begrüßungsrede. In der abschließenden Diskussion unterstützte Prof. Spath diese Aussage mit einem klaren „ja“ zur Frage, ob Interesse an einem Morgenstadt-Projekt in Heilbronn bestehe.

IHK-Jahresthema 2013
Die 9. Denkanstöße stellten gleichzeitig auch die Auftaktveranstaltung zum IHK-Jahresthema 2013 „Infrastruktur – Wege für morgen“ der IHK Heilbronn-Franken dar. Das Jahresthema informiert über die umfassende Bedeutung von Infrastrukturen und deren nachhaltigen Pflege. Ziel des IHK-Jahresthemas 2013 ist es, ein Bewusstsein für notwendige Investitionen zu schaffen und Maßnahmen in Wirtschaft und Politik strukturiert voranzutreiben. Dadurch sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um auch in Zukunft ein nachhaltiges, sicheres, starkes und Gemeinwohl förderndes Land zu sein.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in den Downloads.


 

Ihr Ansprechpartner
Peter Schweiker
Peter SchweikerGeschäftsführer | Leiter Standortpolitik
Tel.: 07131 9677-300Fax: 07131 9677-88-300peter.schweiker@heilbronn.ihk.de
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