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Förderungen
DOKUMENTNUMMER: UEU007884

Klimaschutz-Plus-Förderprogramm neu gestartet

Nach Überarbeitung der Förderrichtlinie wurde das baden-württembergische Förderprogramm neu gestartet. Die Fördersystematik (vornehmlich orientiert an der CO2-Minderung) und der primäre Fördersatz (50 Euro pro vermiedener Tonne CO2) für investive Maßnahmen bleiben unverändert.

Leicht geändert haben sich jedoch die förderfähigen Maßnahmen (zum Teil eingeschränkt) und die möglichen Boni (Anzahl ausgeweitet) sowie die Deckelungen (für alle Antragsteller einheitlich: 20 Prozent der förderfähigen Investitionen, maximal 200.000 Euro). Im bisherigen Beratungsprogramm sind einige Fördertatbestände weggefallen, dafür aber neue hinzugekommen.
Gegenüber 2015 kommen im Einzelnen die folgenden Änderungen zum Tragen:
Für alle Antragsteller gibt es nur noch ein (einheitliches) CO2-Minderungsprogramm. Antragsberechtigt sind unter anderem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie natürliche Personen als Eigentümer oder Besitzer von in Baden-Württemberg gelegenen Nichtwohngebäuden.

Förderfähig sind die folgenden Maßnahmen an bestehenden Nichtwohngebäuden:

  • die Erneuerung von Heizungsanlagen (in Form des Ersatzes von Elektroheizungen oder der gebäudeinternen Nutzung von Abwärme),
  • Verbesserungen des baulichen Wärmeschutzes (gemäß den Bauteilanforderungen für Einzelmaßnahmen des KfW-Programms „Energieeffizienz Bauen und Sanieren – Nichtwohngebäude“),
  • die Sanierung von Beleuchtungsanlagen (unter Einsatz von LED) und
  • die Sanierung von Lüftungs- und Kälteerzeugungsanlagen sowie – nur in Kombination mit einer der ersten beiden oben genannten Maßnahmen -
  • der Einsatz von Holzpelletheizungen,
  • der Einsatz von Holzhackschnitzelheizungen,
  • der Einsatz von Wärmepumpen-Anlagen (elektrisch oder mit Brennstoffen betrieben) und
  • der Einsatz von solarthermischen Anlagen.

Nicht mehr gefördert werden der Anschluss an ein Wärmenetz (hierfür kann stattdessen ggf. das neue Förderprogramm „Verwaltungsvorschrift energieeffiziente Wärmenetze“ des Landes in Anspruch genommen werden) und die Installation einer Einzelraumregelung. Die Förderung von BHKW-Anlagen wurde ausgesetzt, bis eine Klärung hinsichtlich des Kumulierungs-Vorbehalts im novellierten KWK-Gesetz erreicht ist (was derzeit nicht absehbar ist).

Für alle Förderungen gilt eine einheitliche Deckelung auf maximal 20 Prozent der förderfähigen Investitionen. Sofern eine geförderte Maßnahme zur Erfüllung der Anforderungen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG) des Landes beiträgt, wird die Förderung um 15 Prozent vermindert. Die im Sinne der Förderung systematischer Klimaschutzaktivitäten formulierten Bonusregelungen werden auf der anderen Seite  ausgeweitet:

Für KMU relevant ist hier ein Aufschlag von 5 Prozent auf den gemäß CO2-Minderung und Deckelung ermittelten Förderbetrag bei einer Zertifizierung nach DIN EN ISO 50 001 oder einer EMAS-Validierung. Der Bonus wird auf den ermittelten Förderbetrag aufgeschlagen und nicht – wie bisher – nur auf den gemäß CO2-Minderung ermittelten Zuschuss.
Nach wie vor gilt ein strenges Kumulierungsverbot mit anderen Fördermitteln der EU, des Bundes und des Landes.

Die bisherigen Beratungsprogramme wurden nun im Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm vereinigt. Die dort für KMU geförderten Maßnahmen lauten nun:

  1. Überbetriebliche Energieeffizienztische für KMU (und andere Antragsberechtigte), Förderung 50 %, maximal 4.000 Euro pro Teilnehmer
  2. BHKW-Begleit-Beratungen für alle auch im CO2-Minderungsprogramm Antragsberechtigten, Förderung 50 % für vier bis sechs Arbeitstage

Modellhafte Maßnahmen (vormals: Modellprojekte) werden im Rahmen von Klimaschutz-Plus nicht mehr gefördert.

Antragsfrist für das CO2-Minderungsprogramm ist der 29.09.2016. Antragsfrist für die Angebote im Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm der 30.11.2016. Es gilt der Eingangsstempel der Bewilligungsstelle. Eine ggf. frühere Ausschöpfung der Fördermittel bzw. Veränderungen der Antragsfristen werden bekannt gegeben. Auch die Antragsfenster für 2017 sind schon genannt; sie beginnen für alle Angebote planmäßig am 01.02.2017.

Die Förderbedingungen stellen sich entsprechend der Vereinheitlichung des Programms nun etwas kompakter dar. Weitergehende Anforderungen an die förderfähigen Maßnahmen sind in den Antragsformularen zu finden. Die Förderbedingungen, die Antragsformulare sowie weitere Informationen zum Programm finden sich auf der Homepage des UM (https://um.baden-wuerttemberg.de/de/klima/klimaschutz/foerdermoeglichkeiten/klimaschutz-plus/).

Für Fragen stehen die L-Bank (Tel. 0721 150–1600, klimaschutz-plus@l-bank.de) und die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (Tel. 0721 98471-18) sowie die IHK gern zur Verfügung.

Quelle: KEA GmbH, gekürzt

Ihr Ansprechpartner
Nicole Meier
Nicole MeierReferentin Energieberatung und Energiemanagement
Tel.: 07131 9677-311Fax: 07131 9677-309nicole.meier@heilbronn.ihk.de
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