Header Image
Menschen mit Behinderung
DOKUMENTNUMMER: AWB007116

DAS POTENZIAL VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNG NUTZEN

PERSPEKTIVEN SCHAFFEN FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG IN AUSBILDUNG UND BESCHÄFTIGUNG

Behindert bedeutet nicht automatisch leistungsgemindert. Menschen mit Behinderungen sind oft besonders motiviert und wollen beweisen, dass sie etwas können und ihre Arbeit Wertschätzung verdient. Sie sind auf dem richtigen Arbeitsplatz voll einsatzfähig. Das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ist ein Gewinn für jedes Unternehmen.  Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen ist aufgrund der demografischen Entwicklung die Fachkräftesicherung zu einer Herausforderung geworden. Das Erwerbspotenzial von Menschen mit Handicaps kann eine demografiefeste Personalpolitik ergänzen und darüber hinaus einen sozialen Beitrag leisten. Durch Inklusion sollen Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt mit ihren individuellen Leistungen integriert werden. Dazu sind inklusive Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen notwendig.

BUNDESINITIATIVE INKLUSION
Die Initiative Inklusion der Bundesregierung ist Teil eines nationalen Aktionsplanes zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Durch die Initiative soll die Situation schwerbehinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden. 100 Millionen Euro an Fördermitteln stehen insgesamt zur Verfügung, davon rund 12,5 Millionen Euro für Baden-Württemberg.

Die Spitzenverbände der Wirtschaft BDA, DIHK und ZDH unterstützen die Inklusionsinitiative für Ausbildung und Beschäftigung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Mit ihrer Initiative "Inklusion gelingt!" möchten BDA, DIHK und ZDH vor allem solche Betriebe ansprechen, die bisher aus den unterschiedlichsten Gründen noch keine Menschen mit Behinderung ausgebildet oder beschäftigt haben. Ziel ist es vor allem, Betriebe bei der Schaffung inklusiver Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen zu unterstützen und ihnen Lösungen aufzuzeigen, wie Inklusion in der Praxis gelingen kann. Die Internetplattform „Inklusion gelingt!“ informiert und unterstützt Betriebe, damit diese die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erfolgreich gestalten können.

AUS DER BETRIEBLICHEN PRAXIS
Die IHK Heilbronn-Franken leistete durch ein erstes Fachforum Inklusion am 3. Juni 2014 einen Beitrag zur Information der regionalen Wirtschaft. Fünf Betriebe berichteten praxisnah über ihre Erfahrungen in der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Darüberhinaus gab es vielfältige Informationen der regionalen Integrationsfachdienste, Agentur für Arbeit und Kammern zu Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten, sowie Leistungen an den Arbeitgeber bei der Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit einer Behinderung.

In der Region Heilbronn-Franken gibt es vielfältige Beispiele in denen Betriebe Menschen mit einer Behinderung beschäftigen, ausbilden oder qualifizieren. „Best Practice“ Beispiele wie der des „Biomakt Geist“ in Öhringen und der Cafeteria der Grund- und Werkrealschule in Lauda zeigen dies eindrucksvoll.
Lesen Sie dazu: w-news-Bericht Biomarkt Geist und Fachhelfer-Bericht KVJS Spezial „Wir geben sie nicht mehr her“.

QUALIFIZIERUNG UND AUSBILDUNG
Mit dem IHK-Fachhelfer gibt es neben der Ausbildung zum Fachpraktiker Küche in der Region Heilbronn-Franken eine weitere Möglichkeit für junge Erwachsene mit einem Handicap. Ziel des Heilbronner Modells ist es, lernbeeinträchtigte junge Menschen durch Einbindung in den Betrieb für bestimmte Tätigkeiten zu qualifizieren und dadurch eine anschließende Übernahme in Beschäftigung zu ermöglichen. Eine Übernahmequote in Beschäftigung von nahezu 100 Prozent im letzten Jahr beweist dies eindrücklich.

Die IHK berät zu den Möglichkeiten einer Qualifizierung und Ausbildung und leitet an Ansprechpartner wie das Integrationsamt, die Integrationsfachdienste und Agenturen für Arbeit weiter. Ein wichtiger Aspekt bei der Ausbildung Behinderter stellt die rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation für Ausbilder und Betriebe, kurz „ReZA“ dar. Die Ausbildungsberatung der IHK informiert darüber.

LEISTUNGEN AN DEN ARBEITGEBER
Bei der Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit einer Behinderung können Leistungen an den Arbeitgeber erstattet werden. Dem Arbeitgeber stehen beispielsweise Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, für Arbeitshilfen und Einrichtung von behindertengerechten Arbeits- und Ausbildungsplätzen im Betrieb zur Verfügung. Hierzu beraten in erster Linie das Integrationsamt und seine Fachdienste des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) in Stuttgart.

Es gibt eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten, Beratungs- und Unterstützungsangeboten unterschiedlicher Stellen für Arbeitgeber, aber auch Menschen mit Behinderung. Eine gute Übersicht über die wichtigsten Förderleistungen hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) zusammengestellt.

Ihr Ansprechpartner
Brigitte Käfer
Brigitte KäferDiplom-Sozialpädagogin (BA)Ausbildungsberaterin Sozialpädagogik
Tel.: 07131 9677-453Fax: 07131 9677-478brigitte.kaefer@heilbronn.ihk.de
Social Bookmarks
  • Facebook
  • Twitter
  • XING
  • Google+
Facebook
Twitter
XING
YouTube