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Allgemeine Informationen
DOKUMENTNUMMER: RUS008610

Kündigung wegen Schlechtleistung braucht gründlichen gerichtlichen Vortrag

Einem Kfz-Mechaniker wurde verhaltensbedingt gekündigt, weil dieser bei einem Werkstatttest nur vier von sechs Fehlern erkannt sowie bei einem Auftrag anstehende Servicearbeiten nicht durchgeführt hatte.

Trotz drei Abmahnungen sei ein Besserungswille nicht erkennbar. Das Arbeitsgericht Siegburg gab der Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers statt (Urteil vom 25. August 2017, Az. 3 Ca 1305/17). Der Arbeitgeber muss durch seinen Vortrag dem Gericht die Feststellung ermöglichen, dass die konkrete Leistung des Arbeitnehmers die Durchschnittsleistung erheblich unterschreite. Hierzu seien insbesondere die Leistungen des Klägers über einen repräsentativen Zeitraum sowie die Fehlerquote vergleichbarer Arbeitnehmer darzulegen. Im konkreten Fall habe das Gericht anhand des Vortrags nicht erkennen können, ob der Arbeitnehmer seine vertraglichen Verpflichtungen vorwerfbar verletzt habe.

Aus dem Newsletter „Betrifft Unternehmen“ des Bundesanzeiger Verlags vom Oktober 2017

Ihr Ansprechpartner
Frank Waldbüßer
Frank WaldbüßerVolljuristReferent Wirtschaftsrecht
Tel.: 07131 9677-214Fax: 07131 9677-445frank.waldbuesser@heilbronn.ihk.de
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