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Recht & Steuern
DOKUMENTNUMMER: NEW003403

Neue Auslandspauschalen für 2018 bei Dienstreisen

RUS - Reisekosten - AKTUELLES | TERMINEBei Rückkehr letzter Tätigkeitsort maßgeblich

Das BMF hat mit Schreiben vom 8. November 2017 neue Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten bei Dienstreisen ins Ausland und doppelten Haushaltsführungen im Ausland veröffentlicht. Die Werte gelten für alle Auswärtstätigkeiten im Ausland ab dem 1. Januar 2018. Die Änderungen zu den Vorjahreswerten sind in der Tabelle in dem Schreiben im Fettdruck hervorgehoben.

Die Verpflegungspauschale kann vom Arbeitgeber steuerfrei gezahlt werden, wenn der Arbeitnehmer auswärts beruflich tätig ist und die Mindestabwesenheiten erfüllt. Für eine eintägige Auswärtstätigkeit ist eine Verpflegungspauschale nur steuerfrei, wenn der Arbeitnehmer mehr als 8 Stunden von seiner Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte (soweit vorhanden) abwesend ist. Bei einer mehrtägigen Auswärtstätigkeit kommt es nur darauf an, dass der Arbeitnehmer nicht an seiner Wohnung am Lebensmittelpunkt oder der doppelten Haushaltsführung übernachtet.

Im Inland gelten Pauschalen von 12 Euro für eintägige Auswärtstätigkeiten und für einen An- oder Abreisetag bei mehrtägigen Dienstreisen. Für eine ganztägige Abwesenheit von 24 Stunden bei einer mehrtägigen Auswärtstätigkeit gilt eine Pauschale von 24 Euro.

Für Auswärtstätigkeiten im Ausland gelten die steuerfreien Pauschalen aus dem BMF-Schreiben. Die einzelne Pauschale im Ausland bestimmt sich nach dem Ort, den der Mitarbeiter vor 24 Uhr Ortszeit zuletzt erreicht. Liegt dieser Ort im Inland, gilt der letzte Tätigkeitsort im Ausland.

Daher ist bei eintägigen Reisen in das Ausland stets der Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsortes im Ausland maßgebend. Hierbei ist unabhängig, wieviel Stunden der Mitarbeiter tatsächlich im Ausland tätig wird. Auch bei Tätigkeiten im Inland am selben Tag gilt die ausländische Pauschale. Eine Aufteilung der Pauschale ist nicht vorzunehmen.

Bei mehrtägigen Reisen ins Ausland gilt für den Anreisetag die Verpflegungspauschale des Orts, den der Mitarbeiter vor 24 Uhr Ortszeit zuletzt erreicht hat. Für den Rückkehrtag gilt die Verpflegungspauschale des letzten Tätigkeitsorts im Ausland. Dies gilt auch bei mehrtägigen Reisen in verschiedenen Staaten. Für Zwischentage kann jeweils der Pauschbetrag des Ortes, den der Mitarbeiter vor 24 Uhr Ortszeit erreicht, steuerfrei erstattet werden. Für die Rückkehr nach Deutschland gilt für diesen Tag die Pauschale des letzten Tätigkeitsortes im Ausland.

Beginnt der Mitarbeiter am Tag der Rückreise gleich eine neue (entweder ein- oder mehrtägige) Auswärtstätigkeit, bekommt er nach Auffassung der Finanzverwaltung die Verpflegungspauschale nur einmal, und zwar den Betrag des Landes, der höher ist.

Ist ein Land in der Übersicht nicht erfasst, so gilt der für Luxemburg geltende Pauschbetrag. Ist ein Übersee- und Außengebiet eines Landes nicht in der Tabelle enthalten, gilt der für das Mutterland geltende Pauschbetrag.

Fazit: Für die Praxis sind die Bekanntgabe der Auslandspauschalen von hoher Relevanz. Erfreulich ist die diesjährige frühzeitige Bekanntgabe. (KG)

 

Weitere dazu passende Dokumente / Downloads1473845_bmfschreib.pdfBMF-Schreiben vom 08. November 2017 (106 KB)
Ihr Ansprechpartner
Carsten Bacher
Carsten BacherTeamkoordinator Außenwirtschaft & Steuern
Tel.: 07131 9677-120Fax: 07131 9677-129carsten.bacher@heilbronn.ihk.de
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