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DOKUMENTNUMMER: NEW003420

Antidumping: Neue Methodik tritt in Kraft

INT - Euopaflaggen-Brüssel - AKTUELLES | TERMINE Am 20. Dezember 2017 trat die Veränderung der Antidumping-Grundverordnung (VO (EU) 2016/1036) in Kraft. Durch die Verordnungsänderung entsteht eine länderneutrale Dumping-Berechnungsmethode gegenüber Drittstaaten.

In der reformierten Antidumping-Grundverordnung wird zur Dumpingberechnung nicht weiter nach dem Kriterium des Marktwirtschaftsstatuts unterschieden. Zukünftig gelangen alternative Berechnungsmethoden (so genannter Drittlandsvergleich) zur Anwendung. Kommt es zur Feststellung nennenswerter Marktverzerrungen in einzelnen Drittstaaten oder dortigen Sektoren, werden als Konsequenz Drittlandspreise zur Dumpingfeststellung herangezogen (neue Methodik).

Darüber hinaus wird die EU-Kommission verpflichtet, bei Angemessenheit und fundierten Hinweisen Berichte über Marktverzerrungen in Drittländern zu entwerfen und regelmäßig zu aktualisieren (Marktverzerrungsberichte, Art. 1 Nr. 1 Buchst. c der Änderungsverordnung). Für China ist ein solcher Bericht bereits seit dem 20. Dezember 2017 veröffentlicht. Europäische Unternehmen können mögliche Beschwerden über Dumping auf diese Marktverzerrungsberichte gründen. Dabei fließen u.a. eine erhebliche staatliche Präsenz in Unternehmen oder verzerrte Lohnkosten in die Feststellung nennenswerter Marktverzerrungen im Drittland ein (Art. 1 Nr. 1 Buchst. b der Änderungsverordnung).

Die Neufassung findet künftig auf alle Entscheidungen über die Einleitung von Verfahren Anwendung. Gleiches gilt für Verfahren selbst (Ausgangsuntersuchungen und Überprüfungen), die ab dem Inkrafttreten der Änderungsverordnung eingeleitet werden (Art. 4 der Änderungsverordnung). Diesbezüglich will die EU-Kommission sicherstellen, dass insbesondere bei künftig gestellten Anträgen auf Auslaufüberprüfung für die europäische Wirtschaft keine zusätzliche Belastung entsteht.

Die Verordnung (EU) 2017/2321 zur Änderung der Antidumping-Grundverordnung sowie den Marktverzerrungsbericht der EU-Kommission zu China finden Sie im Downloadbereich.

Quelle: DIHK.de

Ihr Ansprechpartner
Slim Derouiche
Slim DerouicheReferent Außenwirtschaft
Tel.: 07131 9677-137Fax: 07131 9677-129slim.derouiche@heilbronn.ihk.de
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